1&1 – ein ganz freundlicher Anbieter


Unser Verein hat derzeit noch einen Telefonanschluss bei 1&1. Kostet 360 Euro im Jahr, das ist für einen Verein wie den unsrigen viel Geld.

 

Aufgrund der personellen Wechsel im Vorstand wird dieser Anschluss seit über einem Jahr nicht mehr genutzt, konnte aber erst zu September 2017 gekündigt werden. Nun gut, denken wir, Reden hilft ja manchmal. Ein großer Anbieter wie 1&1, der ja auch massiv mit seinem Kundenservice wirbt, entlässt einen gemeinnützigen Verein vielleicht vorzeitig aus einem Vertrag. Vor allem, wenn dafür gar keine Leistungen mehr in Anspruch genommen werden.

 

Nein, er tut es nicht. Ist er rechtlich nicht zu verpflichtet, stimmt. Aber mal abgesehen davon, das Kulanz bei 1&1 offenbar ein Fremdwort ist: Unser Anliegen war dem Unternehmen nicht mal eine individuelle Antwort wert.

 

Telefonate wurden einfach beendet, weil das Thema zu kompliziert schien. Nein, der männliche Anrufer ist nicht die weibliche Person, an die die E-Mails gingen. Diese Person ist gar nicht mehr im Verein, die Adresse existiert nicht mehr. Man dürfe nur dieser Person Auskunft geben – zack, aufgelegt. Und munter weiter an die ungültige Adresse gemailt.

 

Nach Monaten frage ich nochmal nach. Soll nochmal den Grund formulieren, warum wir vorzeitig aus dem Vertrag wollen. Dann kommt die Antwort eines Mitarbeiters, der im "Kundenservice" arbeitet (doch, sowas gibt es bei 1&1) und mir mitteilt, der Anschluss liefe störungsfrei, deswegen sähe er keinen Grund, die vorzeitige Kündigung zu gestatten. Die Mail endet mit "Ich freue mich, wenn ich Ihnen weitergeholfen habe."

 

Auf meine Frage, ob er meine vorige Mail überhaupt gelesen hätte, gibt es keine Antwort mehr.

 

Manchmal sind es ja auch die kleinen Geschichten, die das Leben bereichern.